Der Wachhund

Bezeichnung: Talon-Spürhund
Ausbildungshauptquartier: Algonquin-Hundedienst, Newark
Ausgebildet in: Alliierte Kaserne
Motto: „Grrrrr – ROWF!“
Ausrüstung:
- Scharfe Nase
- Rasiermesserscharfe Zähne
- Schallstörgerät WP100 (modifiziert)
- Attraktives Trainingshalsband
- Passender gepanzerter Pullover


Bekannt für ihre Selbstlosigkeit, Wachsamkeit und Treue, gehört die Hunderasse zu den engsten Verbündeten der Menschheit, da sich unsere jeweiligen Arten sehr ähnlich sind. Seit mehr als vierzehntausend Jahren der Menschheitsgeschichte haben domestizierte Hunde unsere Häuser bewacht, uns den Weg erleuchtet und sich auf unseren Schlachtfeldern tapfer für das „Gute“ geopfert, wobei sie im Gegenzug nur ein warmes Feuer, ein tröstendes Wort und ein Stück Fleisch verlangten.
Selbst heute ist das sicherste Zeichen für die Alliierten Streitkräfte das Erscheinen eines alliierten Wachhundes, bei dem es sich um streng ausgebildete Deutsche Schäferhunde handelt, die durch ihre Hightech-Trainingshalsbänder, ihren gepanzerten „Kevlar“-Hybridpullover aus Wolle und ihre große Hingabe an die Sache der Alliierten. Dies wiederum führte dazu, dass diese Elitehunde unter den unterdrückten Völkern unserer am wenigsten demokratischen Nationen der Welt als Symbole der Befreiung verehrt wurden – wie der alte Rumäne zu sagen pflegt: „Wo die Wachhunde hingehen, folgt die Freiheit mit Sicherheit“, und tatsächlich ist das der Fall.

Schnell, tödlich und konzentriert – manche glauben, wenn die Wachhunde sprechen könnten, gäbe es keinen Bedarf mehr an Friedenstruppen.
Nach dem enormen Erfolg des Programms zur Ausbildung von Kampfhunden (RCC) (das nun bereits fünfzig Jahre besteht) in Newark, New Jersey, hat der Alliierte Rat beschlossen, weltweit eine Reihe von sieben identischen Ausbildungszentren einzurichten, die ausschließlich der Ausbildung von Deutschen Schäferhunden gewidmet sind, die speziell in den Disziplinen Geländekundschaft, Fährtenlesen, Wachdienst und im Kampf gegen unbewaffnete Wölfe gezüchtet wurden. Sobald sie ihre Abschlusszeugnisse erhalten haben, werden die qualifizierten Wachhunde alliierten Einheiten auf der ganzen Welt zugewiesen, oft in feindlichem Gebiet, wo ihre scharfen Sinne und ihre rasiermesserscharfen Zähne feindliche Schläfer-Hinterhalte vereitelt und unzählige Leben gerettet haben.
Das soll nicht heißen, dass diese vierbeinigen Soldaten unter Eisernem Schutz stehen, wie jeder Besucher der Gedenkstätte für unsere im Kampf gefallenen Wachhunde in Newark bestätigen wird. Egal, wie schnell und gut ein Wachhund ausgebildet sein mag – gegen ein voll bewaffnetes feindliches Bataillon hat er kaum eine Chance. Trotz mehrerer katastrophaler Versuche, den Umfang des RCC-Programms auf gepanzerte Angriffe und taktische Waffen als Teil ihrer Ausbildung auszuweiten – insbesondere die berühmte „duftgesteuerte intelligente Bombe“, die vor vier Jahren aus dem Ruder lief bei der es mehr als fünfzig Tote und zahlreiche Verletzte gab –, bleibt der Wachhund am effektivsten, wenn er es mit einem einzelnen Gegner zu tun hat, bei dem er lebenswichtige Körperteile angreifen kann.
Neben ihren beeindruckenden körperlichen Fähigkeiten haben die kürzlich vom RCC graduierten Wachhunde ein neues Werkzeug für ihr Arsenal erhalten – eine angepasste Version desselben Schallstörers WP100, der auch von der umstrittenen „Delphin“-Späherinfanterie der Alliierten eingesetzt wird. Zwar ging durch den Anpassungsprozess ein wenig von der Feuerkraft der Unterwasserwaffe verloren, doch ist die Wirkung immer noch stark genug, um einem Wachhund zu ermöglichen, seine Feinde mit einem einzigen verstärkten Bellen zu betäuben und handlungsunfähig zu machen. Nach einer Reihe von unglücklichen, stark in der Öffentlichkeit beachteten Vorfällen, bei denen alliierte Friedenstruppen durch die Stürmangriffe ihrer übereifrigen Hunde dauerhaft taub wurden, wurde angeordnet, dass alle alliierten Streitkräfte mit speziellen Kopfhörern ausgestattet werden müssen, die darauf ausgelegt sind, die Frequenz des WP100 zu blockieren.

Die Aufklärung auf dem Schlachtfeld hat zumindest folgende Fakten über die Wachhunde zutage gefördert:
- Verstärktes Bellen– Wie die berühmten Fotoserien „Hund gegen Bär“ und „Hund gegen sowjetische Infanteriedivision“ aus dem letzten Jahr zeigen, ist der Wachhund ein gefürchteter Gegner im Nahkampf, jedoch weitaus weniger, wenn er es mit mehreren Angreifern zu tun hat. In Anbetracht dessen haben die Alliierten jeden eifrigen Welpen mit einem Schallstörgerät ausgestattet, das ein Bellen mit hoher Dezibelzahl erzeugt, das einen Feind vorübergehend lähmen kann und eine schnelle Flucht ermöglicht.
-Verstärkte Sinne– Die RCCR-Ausbildung hat die ohnehin schon von Natur aus ausgeprägten Sinnesfähigkeiten des Deutschen Schäferhundes noch gesteigert, sodass die Wachhunde den nervösen Schweiß eines feindlichen Eindringlings bereits aus großer Entfernung wahrnehmen können. Gerüchte, wonach die Sowjets versucht hätten, dem durch den staatlich vorgeschriebenen Gebrauch des Eau de Cologne der Marke „Trotsky“ entgegenzuwirken, haben sich bislang als unbegründet erwiesen.
-Schwimmende Hündchen- Muskulös und mit langen Gliedmaßen sind Deutsche Schäferhunde geborene Schwimmer, eine Fähigkeit, die von ihren alliierten Trainern gefördert wird. Es ist kein seltener Anblick, wenn ein alliierter Drohnenträger in Begleitung einer Meute von Hundebegleitern das Schlachtfeld betritt.
-Keine Panzerabwehrwaffen - Trotz größter Bemühungen ihrer RCC-Ausbilder sind Wachhunde gegen Fahrzeuge nach wie vor weniger effektiv.
